HONIG
(ein Auszug aus "Nutzen Sie die Schätze Ihres Imkers" v. Jutta Oppermann)
Lebenselixier und kulinarischer Genuss- nicht nur für Kinder
Ob als Brotaufstrich, im Dessert oder Gebäck, im Tee oder als schmackhafte Beigabe von delikaten Bratensoßen - Erwachsene wie Kinder lieben Honig. Die süße und dazu noch sehr gesunde Köstlichkeit gehört zu unserer täglichen Ernährung wie Salz und Pfeffer. Bevor der Honig uns jedoch das Leben schmackhaft macht, sind tausende Bienen unterwegs, um ihn emsig zu sammeln. Über 50.000 Kilometer - das ist mehr als eine Umrundung der Erde - legen Arbeiterbienen zurück, damit gerade einmal 500 Gramm Blütenhonig im Bienenstock gelagert werden können. Währenddessen steuern sie bis zu zehn Millionen Blütenpflanzen an, um den Nektar mit ihrem Rüssel aufzusaugen und im Magen zu deponieren. Im Bienenstock wir der frische Blütennektar, der einen Wassergehalt von etwa 70% hat, von den Stockbienen in Empfang genommen und zunächst getrocknet. Danach wird der unreife Honig in Wabenzellen gegeben und immer wieder mit dem Rüssel aufgesaugt und im Honigmagen zwischengelagert. Dort wird er mit Enzymen, organischen Säuren, und weiteren Substanzen verfeinert. Bei diesem Reifungsprozess entwickelt sich der typische Geruch und Geschmack des Honigs. Ist er ausgereift, wird er in die Waben gefüllt. Diese werden mit Wachsdeckeln verschlossen.
Nicht alle Bienen gewinnen ihren Honig aus dem Nektar von Blütenpflanzen. Einige Völker nutzen dafür den Honigtau, die meist kristallklaren, süßen Tröpfchen auf den Blättern von Bäumen oder Tannennadeln, die nichts anderes sind als Ausscheidungen von Blattläusen. Kaum zu glauben: Auf diese Weise entsteht exquisiter, köstlicher Waldhonig, der in der Regel dunkler und flüssiger ist und etwas herber schmeckt als Blütenhonig.
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Honig - ein Nährstoffcocktail aus Zucker, Eiweiße und freie Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Flavonoide, Azetylcholin, Aromastoffe und Säuren |
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